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v.l. Hubert Rhomberg (CEO Rhomberg Holding), Gabriel Wetzel (Head of Product Group Internet of Things and Smart City, Bosch Software Innovations) und Tariq Hussain (Head of Strategic Partnerships Zumtobel Group) (Foto: Zumtobel)

Zumtobel Group und Bosch Software Innovations: Kooperation zur Entwicklung von IoT-Lösungen

09. März 2016 | 13:31 Autor: Zumtobel Österreich, Deutschland, Vorarlberg

Dornbirn/Berlin (A/D) Die Zumtobel Group, ein internationaler Lichtkonzern und führend im Bereich der innovativen Lichtlösungen und Lichtkomponenten, und Bosch Software Innovations, das Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe, werden gemeinsam an der Entwicklung von energieeffizienteren und intelligenteren gewerblichen Gebäuden arbeiten. In einer neuen Entwicklungspartnerschaft werden sich die beiden Unternehmen anfänglich auf die Fernsystemanalyse (engl. Remote Monitoring) und das Raummanagement (engl. Space Management) im Bereich der intelligenten Beleuchtungslösungen für vernetzte Gebäude konzentrieren.

„Wir freuen uns sehr, über die Zusammenarbeit mit Bosch Software Innovations – einem führenden Unternehmen in der Welt der IoT*-Software und -Lösungen. Unser Ziel ist es, eine neue Ära des Datenmanagements für intelligente Beleuchtungslösungen einzuläuten und unseren Kunden neue Werteversprechen zu geben. Die Kooperation mit Bosch Software Innovations passt perfekt zu unserer Strategie, mit führenden Software-Partnern außerhalb der Beleuchtungsindustrie zusammenzuarbeiten, um neue Lösungen und Anwendungen zu entwickeln. Mit unserer Expertise für Beleuchtungslösungen, für intelligente Beleuchtungskomponenten und mit unserem Verständnis für Anwendungen wird diese Partnerschaft mit Sicherheit Innovationen hervorbringen“, erklärt Ulrich Schumacher, CEO Zumtobel Group.

Licht mit Mehrwert

Gebäude machen fast die Hälfte des weltweiten Energieverbrauchs aus. Daher wird der Beleuchtungsinfrastruktur künftige eine wesentliche Rolle zukommen, wenn es darum geht, Energie- und Kosteneinsparungen zu ermöglichen. Es wird prognostiziert**, dass der Großteil der gebäudebasierten IoT-Geräteinstallationen bis 2020 auf Basis der Beleuchtungsinfrastruktur erfolgen. Denn Beleuchtung ist sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien vorhanden, vernetzt und darüber hinaus mit einer Energiequelle verbunden. Davon abgesehen werden bereits Daten durch Leuchten erfasst, beispielsweise die Anwesenheit von Menschen in einem Raum. Bisher werden diese Daten nur für die Lichtsteuerung genutzt. In einem nächsten Schritt könnten sie aber auch außerhalb der Welt der Beleuchtung von sehr viel größerem Nutzen sein, z. B. wenn sie Raummanagement ermöglichen.

„Das umfassende Know-how von Bosch Software Innovations bei IoT-Systemen und -Integration ist für die ehrgeizigen Projekte der Zumtobel Group auf dem Gebiet der vernetzten Gebäude von entscheidender Bedeutung. Konnektivität erlaubt Echtdaten-Einblicke in gewerbliche Gebäude. Diese Einblicke sind für Gebäudebetreiber und -manager die Basis für neue Dienste mit Mehrwert was die vorausschauende Instandhaltung oder die Zustandsüberwachung angeht“, sagt Rainer Kallenbach, CEO of Bosch Software Innovations.

Erstes gemeinsames Projekt: der Life Cycle Tower ONE

Die Zumtobel Group, Bosch Software Innovations, Dassault Systèmes, ein Weltmarktführer für 3D-Design-Software, und Modcam, ein Startup mit Fokus auf Digitale Bilderkennung, treiben gemeinsam ein erfolgreiches Pilotprojekt im Life Cycle Tower ONE Dornbirn, Österreich, voran. Das moderne Gebäude im Besitz der Rhomberg Group ist mit einer fortschrittlichen Beleuchtungslösung einschließlich eines intelligenten Steuerungssystems von Zumtobel ausgestattet. Der Life Cycle Tower ONE bietet ein ideales Umfeld für Innovationen bei vernetzten Gebäuden, da er auf höchste Standards bei Nachhaltigkeit und Nutzerkomfort abzielt.

Das Gesamtsystem bietet in Echtzeit Einblicke in den Zustand und die technische Gesundheit des Gebäudes. Abgedeckt werden dabei beispielsweise die Bereiche Energieverbrauch und die Energieeinsparung pro Leuchte, pro Etage und für das gesamte Gebäude, sowie Visualisierungen der Anwesenheitsdaten und der Flächennutzung. Eine Heat Map (dt. Wärmekarte) zeigt die Belegung eines Raums, um die Verbrauchseffizienz zu optimieren. Für die Wartung liefert das System Benachrichtigungen bei fehlerhaften Leuchten und gibt Einblicke in die Betriebsstunden und die Nutzungshistorie des Beleuchtungssystems. Das Wissen über bevorzugte Lichteinstellungen hilft bei der Optimierung von Lichtszenen und erhöht in der Folge die Zufriedenheit des Gebäudenutzers.

„Für Bauunternehmen und Gebäudebetreiber wird Konnektivität ein immer wichtigeres Thema. Ich freue mich sehr, dass sich die Zumtobel Group und Bosch Software Innovations zusammentun, um unseren Mietern die Möglichkeit zu geben, Energie- und Wartungskosten zu sparen. Darüber hinaus wird das Pilotprojekt unseren Mietern wertvolle Informationen darüber geben, wie sie ihre Büroräume besser nutzen und das Nutzererlebnis im Life Cycle Tower ONE optimieren können. Und letztlich wird das durch Beleuchtung ermöglichte IoT durch neue datengestützte Dienste auch zusätzliche Einkommensströme für die Gebäudebetreiber oder -manager generieren“, sagt Hubert Rhomberg, CEO der Rhomberg Group.

Das Pilotprojekt Life Cycle Tower ONE Building wird auf der Bosch ConnectedWorld (Berlin, 9. und 10. März 2016) und der Light + Building Messe (Frankfurt am Main, 13. bis 18. März 2016) vorgestellt.

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*IoT, Internet of Things (dt. Internet der Dinge)
**laut Memoori, einem unabhängigen Forschungsunternehmen, das sich auf intelligente Gebäude konzentriert

  • Der Life Cycle Tower ONE in Dornbirn, Österreich, in der Innenansicht...
    uploads/pics/LCT_Inside.jpg
  • ... und Außenansicht (Fotos: Müller Norman A.)
    uploads/pics/LCT_Outside.jpg

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