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Am ZF-Entwicklungsstandort in Pilsen arbeiten 250 Ingenieure. Durch den Neubau hat sich die Gebäudenutzfläche verdoppelt.

ZF-Entwicklungszentrum in Pilsen erweitert

25. Juni 2015 | 08:16 Autor: ZF Österreich, Deutschland

Pilsen/Friedrichshafen (CZ/D) Die ZF Friedrichshafen AG hat nach gut einjähriger Bauzeit das erweiterte Forschungs- und Entwicklungszentrum in Pilsen eröffnet. An dem Standort im Westen der Tschechischen Republik sind rund 250 Mitarbeiter beschäftigt, die Entwicklungsdienstleistungen für den ZF-Konzern und seine Divisionen übernehmen.

„Für ZF als Technologiekonzern ist eine starke Forschung und Entwicklung elementar“, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer. „Der Ausbau unseres Entwicklungszentrums in Pilsen ist ein wichtiger Schritt, um unsere Kapazitäten auf diesem Feld global weiter auszubauen.“ ZF hatte den Standort Pilsen im Jahr 2007 von einem unabhängigen Ingenieurdienstleister übernommen.

Mit dem neuen Gebäude hat ZF die Nutzfläche des Entwicklungszentrums auf rund 7.000 Quadratmeter verdoppelt. Neben Büroräumen sind dort ein Prototypen- und Vorrichtungsbau, Labore sowie Prüfstände zum Klimatest und zur Lebensdauererprobung untergebracht. Zu den Haupt-Kompetenzfeldern der ZF Engineering Plzeň, die seit 1. Januar dieses Jahres von Dr. Mathias Eickhoff geleitet wird, gehören Softwareentwicklung und Softwaretest ebenso wie die Entwicklung und Qualifikation von Mechatronik-Komponenten. Die Konstrukteure mechanischer Aggregate unterstützen die Ingenieure mit Berechnungen, Detaillierungen und 3-D-Modellierungen. Darüber hinaus ist das Kompetenzfeld „Rapid Prototyping“ von Anfang an in Pilsen etabliert. Diesen Bereich baut ZF nun weiter aus und nimmt den ersten 3-D-Metalldrucker im Konzern in Betrieb. Damit können geometrisch komplexe Teile, etwa Funktionsprototypen oder Werkzeugeinsätze, direkt mittels additiven Verfahren aus Metall oder Aluminium gefertigt werden. Dies erlaubt eine schnellere und kostengünstigere Herstellung als mit traditionellen Verfahren der Metallbe- und -verarbeitung. In den Ausbau des Entwicklungszentrums hat ZF vier Millionen Euro (rund 100 Millionen Tschechische Kronen) investiert.

In den vergangenen acht Jahren ist indes nicht nur das Gebäude gewachsen, auch die Zahl der Mitarbeiter in Pilsen hat sich deutlich erhöht – von 50 auf nunmehr 250. „Wir freuen uns, dass sich unser Forschungs- und Entwicklungsstandort in Pilsen so positiv entwickelt hat und hochqualifizierte Ingenieure sich für ZF als attraktiven Arbeitgeber entscheiden“, sagte Jürgen Holeksa, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von ZF, am Mittwoch bei der Eröffnungsfeier in Pilsen. „Wir profitieren dabei auch von der Westböhmischen Universität Pilsen, deren Absolventen wir sehr gerne bei ZF willkommen heißen.“ Besonders Studenten der Fachrichtungen Elektrotechnik und Informatik sowie Software- und Hardware-Entwickler seien gefragt, aber auch Absolventen des Maschinenbaus für Konstruktions- und Berechnungsaufgaben.

ZF in Tschechien
In der Tschechischen Republik ist ZF an insgesamt acht Standorten vertreten, und zwar in Benesov, Frydlant, Jablonec, Klasterec, Pilsen, Repov, Stankov und Stara Boleslav. Das Unternehmen beschäftigt dort rund 3.200 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr hat ZF in Tschechien – noch ohne TRW – einen Umsatz von knapp 100 Millionen Euro erzielt.

  • Bei der Einweihung des Neubaus (v.l.): Martin Zrzavecký, Oberbürgermeister der Stadt Pilsen; Jürgen Holeksa, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der ZF Friedrichshafen AG; Dr. Mathias Eickhoff, Leiter ZF Engineering Plzen, Manfred Bek, Vorsitzender des Beirats von ZF Engineering Plzen. (Fotos: ZF)
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