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Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands, Infineon Technologies AG

Infineon Technologies AG startet solide ins neue Geschäftsjahr

02. Feber 2016 | 08:45 Autor: Infineon Österreich, Wien, Deutschland

Neubiberg/Wien (D) Die Infineon Technologies AG gab neulich das Ergebnis für das Ende Dezember abgelaufene erste Quartal des Geschäftsjahres 2016 bekannt.

„Unser Geschäft hat sich im abgelaufenen Quartal besser entwickelt als erwartet. Es zahlt sich aus, dass Infineon im Hinblick auf Kunden, Märkte und Regionen bestens diversifiziert ist“, sagte Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands der Infineon Technologies AG. „Insbesondere im Automobilgeschäft sind wir erfolgreich, die führende Kompetenz von Infineon setzt sich durch. Unsere Lösungen für sorgen weiterhin für Wachstum. Auch das Thema Elektromobilität gewinnt spürbar an Fahrt.“

Konzernergebnis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verringerte sich der Umsatz des Infineon-Konzerns gegenüber dem Vorquartal saisonal bedingt um 42 Millionen Euro beziehungsweise 3 Prozent auf 1.556 Millionen Euro. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 waren 1.598 Millionen Euro erzielt worden. In den Segmenten Industrial Power Control (IPC), Power Management & Multimarket (PMM) und Chip Card & Security (CCS) ging der Umsatz zurück, während er im Segment Automotive (ATV) gegenüber dem Vorquartal praktisch unverändert blieb.

Im Rahmen des Umsatzrückgangs ging die Bruttomarge von 39,0 Prozent im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 auf 35,9 Prozent im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres zurück. Enthalten waren darin Aufwendungen für akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige mit der Akquisition von International Rectifier in Zusammenhang stehenden Aufwendungen in Höhe von 27 Millionen Euro.

Das Segmentergebnis des ersten Quartals betrug 220 Millionen Euro. Gegenüber dem Segmentergebnis im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 von 286 Millionen Euro entspricht dies einem Rückgang von 23 Prozent. Die Segmentergebnis-Marge erreichte im ersten Quartal wie erwartet einen Wert von 14,1 Prozent nach 17,9 Prozent im Vorquartal. Der Rückgang von Segmentergebnis und Segmentergebnis-Marge ist im Wesentlichen auf den saisonalen Umsatzrückgang, einen weniger vorteilhaften Produktmix, sowie Währungseffekte auf der Kostenseite zurückzuführen.

Das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis reduzierte sich weiter von minus 83 Millionen Euro im vierten Quartal auf minus 54 Millionen Euro im abgelaufenen Quartal. Davon entfielen 29 Millionen Euro auf die Umsatzkosten, 4 Millionen Euro auf Forschungs- und Entwicklungskosten und 26 Millionen Euro auf Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beziehungsweise Aufwendungen beliefen sich netto auf positive 5 Millionen Euro. Das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis enthält saldiert 45 Millionen Euro aus Abschreibungen in Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier.

Das Betriebsergebnis fiel von 203 Millionen Euro im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 auf 166 Millionen Euro im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ging zurück auf 152 Millionen Euro. Im vierten Quartal hatte es aufgrund eines Steuerertrags in Höhe von 131 Millionen Euro 322 Millionen Euro betragen. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug 0 Millionen Euro nach 3 Millionen Euro im Vorquartal. Der Konzernüberschuss belief sich auf 152 Millionen Euro nach 325 Millionen Euro im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015.

Das Ergebnis je Aktie fiel von 0,29 Euro im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 auf 0,14 Euro im ersten Quartal des Geschäftjahres 2016 (jeweils unverwässert und verwässert).

Das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) verbesserte sich von 0,16 Euro im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres auf 0,17 Euro im ersten Quartal. Bei der Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie (verwässert) wurden insbesondere die akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen unter Abzug der darauf entfallenden Steuern sowie Wertaufholungen auf bilanzierte aktive latente Steuern eliminiert. Die Investitionen, vom Unternehmen definiert als Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, betrugen 167 Millionen Euro nach 279 Millionen Euro im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die Abschreibungen blieben mit 211 Millionen Euro gegenüber dem vierten Quartal unverändert.

Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten ging im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016 wie geplant zurück auf 0 Millionen Euro. Im Vorquartal war ein Free-Cash-Flow von 177 Millionen Euro erzielt worden. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten erreichte 175 Millionen Euro nach 429 Millionen Euro im Vorquartal.

Die Brutto-Cash-Position sank zum 31. Dezember 2015 leicht auf 1.994 Millionen Euro nach 2.013 Millionen Euro zum Ende des vierten Quartals. Die Netto-Cash-Position war mit 204 Millionen Euro nach 220 Millionen Euro zum 30. September 2015 ebenfalls etwas niedriger.

Ausblick für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2016
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 erwartet das Unternehmen einen Anstieg des Umsatzes von 3 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal. Dieser Prognose liegt ein EUR/US$-Wechselkurs von 1,10 zugrunde. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge voraussichtlich bei etwa 13 Prozent liegen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2016

Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Infineon bei einem unterstellten EUR/US$-Wechselkurs von 1,10 unverändert einen Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr von etwa 13 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte mit einer Segmentergebnis-Marge von voraussichtlich 16 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzprognose.

Für das Segment Power Management & Multimarket wird ein Wachstum über dem Konzerndurchschnitt erwartet. Das Umsatzwachstum des Segmentes Industrial Power Control sollte in etwa auf dem Niveau des Konzerndurchschnitts liegen. In den Segmenten Automotive und Chip Card & Security wird das Umsatzwachstum voraussichtlich etwas geringer als der Konzerndurchschnitt ausfallen. Die Prognose enthält die Finanzzahlen von International Rectifier für das gesamte Geschäftsjahr. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 enthalten die Finanzzahlen von International Rectifier erst ab dem 13. Januar 2015, also dem Zeitpunkt des Abschlusses der Akquisition.

Für das Geschäftsjahr 2016 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von etwa 850 Millionen Euro geplant. Das Verhältnis von Investitionen zum Mittelpunkt der prognostizierten Umsatzspanne für das Geschäftsjahr 2016 liegt bei rund 13 Prozent. Die Abschreibungen werden ungefähr 850 Millionen Euro betragen.

Ergebnisse der Segmente im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016
Entgegen einer zu erwartenden normalen saisonalen Abschwächung lag der Umsatz im Segment ATV im ersten Quartal praktisch unverändert bei 614 Millionen Euro. Die Nachfrage nach Fahrzeugen in Europa und Nordamerika blieb auf hohem Niveau, während sie in China wieder sprunghaft anstieg. Auch die Nachfrage nach Hybrid- und Elektrofahrzeugen in China war im ersten Quartal sehr lebhaft. China ist dabei, sich zum größten Markt für Elektromobilität zu entwickeln. Das Segmentergebnis ging von 102 Millionen Euro im vierten Quartal des Vorjahres auf 81 Millionen Euro im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zurück. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 13,2 Prozent nach 16,6 Prozent im Vorquartal.

Der Umsatz im Segment IPC verminderte sich von 271 Millionen Euro im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 auf 249 Millionen Euro im ersten Quartal des laufenden Geschäftjahres. Der Umsatzrückgang von 8 Prozent war die Folge einer in allen Anwendungsbereichen saisonal zurückgehenden Nachfrage. Das Segmentergebnis sank von 39 Millionen Euro im vierten Quartal des Vorjahres auf 23 Millionen Euro im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge belief sich auf 9,2 Prozent nach 14,4 Prozent im Vorquartal. Positiv einzuschätzen sind die Beschlüsse, die auf der UN-Klimakonferenz in Paris gefasst wurden. Hierdurch wird die Wachstumsperspektive bei erneuerbaren Energien und in Hinblick auf die Energieeffizienz bei industriellen Maschinen und Verbraucheranwendungen langfristig gefestigt.

Ebenfalls saisonal bedingt sank der Umsatz im Segment PMM im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016 auf 510 Millionen Euro. Im Vorquartal war ein Umsatz von 535 Millionen Euro erzielt worden. Während sich der Umsatz im Bereich mobile Endgeräte stärker abschwächte als erwartet, übertraf der Umsatz bei Power Management und bei Leistungsverstärkern für Basisstationen die normale saisonale Entwicklung. Das Segmentergebnis erreichte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 79 Millionen Euro nach 110 Millionen Euro im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge ging von 20,6 Prozent auf 15,5 Prozent zurück.

Der Umsatz im Segment CCS verminderte sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016 entgegen der normalen saisonalen Entwicklung nur leicht um 4 Prozent auf 173 Millionen Euro. Der Umsatz im Vorquartal hatte 181 Millionen Euro betragen. Gegenüber dem Umsatz im ersten Quartal des Vorjahres in Höhe von 132 Millionen Euro stieg der Umsatz jedoch um 31 Prozent. Während es in den Bereichen Bezahlkarten, behördliche Dokumente und Authentifizierung zu leichten, saisonal bedingten Umsatzrückgängen kam, stieg die Nachfrage in den Bereichen SIM-Karten und Absicherung mobiler Endgeräte sogar leicht an. Das Segmentergebnis ging von 38 Millionen Euro im vierten Quartal auf 35 Millionen Euro im ersten Quartal zurück. Die Segmentergebnis-Marge betrug 20,2 Prozent nach 21,0 Prozent im Vorquartal.

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