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Kooperieren bei der durchgehenden Digitalisierung von Bau- und Immobiliendaten: BIM. (Foto: CAFM RING e.V.)

Grenzübergreifende Kooperation zwischen Facility Management Austria, IFMA Austria und CAFM RING e.V.

26. April 2016 | 16:20 Autor: FMA Österreich, Deutschland, Wien

Wien/Wuppertal (A/D) Die drei Branchenverbände CAFM RING e.V., Facility Management Austria und IFMA Austria haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, künftig auch Ländergrenzen übergreifend den Beitrag zu mehr Aufklärung, Transparenz und Orientierung in der an Komplexität weiter zunehmenden Branche des Facility Managements zu intensivieren: Zum Wohle der Auftragnehmer und Anwender, der Auszubildenden und der Mitglieder, pragmatisch und nutzenstiftend. Schwerpunkte seien dabei u.a. das Einwirken auf künftige Standards im Building Information Modeling (BIM) aus Sicht der Verantwortlichen für das Facility Management, die Förderung des Nachwuchses und eine spürbare Unterstützung der fachöffentlichen Berichterstattung.

„In Österreich wurde die Bedeutung der IT für die Facility-Management Prozesse schon sehr frühzeitig erkannt“, betont der Vorsitzende des Branchenverbandes CAFM RING e.V., Klaus Aengenvoort: „Einige wesentliche Marktteilnehmer im CAFM haben dort ihre Wurzeln oder Standbeine“.  So sei diese Kooperation nur folgerichtig und werde die Sichtbarkeit der IT für die FM-Prozesse weiter fördern. In Zeiten einer globalen Digitalisierung sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Wertschöpfungskette nicht an Grenzen endet, sondern dort nahtlos fortgeführt werden könne. „Mit dem verbandsübergreifenden Arbeitskreis auf Basis der bereits gemeinsam veröffentlichten Agenda „BIM im FM“ unternehmen wir erste konkrete Schritte, die für die Beteiligten auch grenzüberschreitend von Bedeutung sind.“

Der Vorstandsvorsitzende der Facility Management Austria (FMA), Ing. Peter Kovacs, ergänzt aus diesem Anlass: „Generell findet die Digitalisierung immer mehr Einzug in alle Bereiche der Immobilienwirtschaft und den Betrieb der Gebäude. Somit wird der Prozess „planen.bauen.betreiben“ auch in seiner Gesamtheit gesehen werden. Durch neue Instrumente wie BIM - building information modeling - werden neuartige Möglichkeiten geschaffen, um einen durchgängigen Wertschöpfungsprozess und einen Mehrwert darzustellen.“ Und Mag. Alfred Waschl, Präsident der IFMA Austria fügt hinzu: „Digitalisierung ist das Thema, das aktuell praktisch alle Branchen bewegt. Für das Facility Management ist vor allem die Automatisierung als Auswirkung der Digitalisierung zukunftsweisend, und zwar in dem Sinn, dass Planungs- und Baudaten automatisch in die IT Systeme der Facility Manager kommen, also BIM2FIM pur“.

Die drei Verbandsvorsitzenden wollen sich zunächst im Rahmen eines Round-Tables zur „Agenda BIM für FM“ gemeinsam mit weiteren Verbänden darüber verständigen, wie es besser gelingen kann, speziell auch die Sicht des Facility Managements in die bevorstehenden Standardisierungen der aktuellen BIM-Bewegung einbringen und der Branche eine hörbarere Stimme verleihen zu können.

Im Rahmen der nun vereinbarten Kooperation wurden mit Jan Schipper, stellv. Vorsitzender CAFM RING, und Ing. Günter Grüner, Vorstandsmitglied FMA, zwei Repräsentanten berufen. Ihre Aufgabe besteht auch darin, neue Formate für eine inhaltsbezogene und grenzüberschreitende Vernetzung der Mitglieder zu entwickeln und einen pragmatischen Informationsaustausch einzuleiten. Ein Schwerpunkt dabei: Maßnahmen zur Nachwuchsförderung und Weiterbildung im FM und in BIM.

"Die Möglichkeiten an Ausbildungen und die Karriere-Chancen in der nationalen und internationalen Facility Management Branche werden weithin noch unterschätzt, vom Handwerker bis zum künftigen BIM-Manager: Hier tun sich nachhaltig attraktive Berufsperspektiven auf, von denen wir auch im Rahmen unserer Kooperation mehr berichten und die wir spürbar fördern wollen,“ so Jan Schipper. Ähnlich sieht das Ing. Günter Grüner: „Die IT hat eine wichtige unterstützende Rolle bei BIM-Prozessen.  Deshalb freut es uns, dass der CAFM RING sein IT-Knowhow in diese neue Kooperation mit einbringt, um gemeinsame Synergien zu nutzen und um dieses Thema länderübergreifend auch in der Ausbildung voranzutreiben.“, so Günter Grüner, Vorstand FMA.

Bis zum zweiten österreichischen Facility Management-Day, am 28. September 2016 in Wien wollen sie dazu konkrete Vorschläge vorlegen. Dessen Motto: „Dimensionen schaffen. Generationserfolge sichern.“

Der Branchenverband CAFM RING e.V. ist ein Zusammenschluss von Softwarehäusern und Unternehmen für professionelle Planung und  Betrieb von Immobilien und technischen Anlagen. Seine Mitglieder stehen für eine einheitliche Branchenauffassung sowie für ein Transparenz- und Qualitätsversprechen im Sinne der Anwender. Der CAFM RING e.V. beteiligt sich aktiv am Marktgeschehen durch Entwicklung und Förderung technologischer und qualitativer Standards, Förderung von Bildung und Weiterbildung sowie Förderung des Dialogs und des Wissensaustausch zwischen den Branchenbeteiligten.

Die Facility Management Austria (FMA) und die IFMA Austria Chapter verstehen sich als Netzwerk für Facility Management in Österreich, das auf nationaler und internationaler Ebene kompetent die Interessen all jener vertritt und verbindet, die dem Konzept Facility Management verpflichtet sind – darunter FM-Anbieter, FM-Nutzer sowie Vertreter der Ausbildung und der Wissenschaft. Ihre Leitziele sind die Erforschung, Entwicklung und Förderung der Themen des Facility Managements und ihre Präsentation in der Öffentlichkeit. Als Kommunikationsforum für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Berufsgruppen und Verbänden sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen vermitteln sie ihren Mitgliedern aktuelle Informationen über FM und unterstützen sie bei ihren vielfältigen Aufgaben.

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