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(Foto: Zukunft Personal, Fotostudio Franz Pfluegl)

Thementag „New Work“: Veränderung moderieren oder Personalabteilung abschaffen? Brutstätte für „arbeiten 4.0“ in Köln

04. September 2015 | 09:06 Autor: spring Messe Management Österreich, Deutschland

Köln (D) Flexible, mobile Arbeitsstrukturen, partizipative Führung oder kurz „New Work“ – das hört sich in der Theorie oft einfach an. In der Praxis zeigen sich aber diverse Stolpersteine, denn letztendlich geht es darum, die Kultur von Unternehmen zu verändern. Wie Unternehmen neue Strukturen ganzheitlich in die gesamte Organisation tragen, ist deshalb ein Schwerpunkt der Zukunft Personal. Ob KMU oder Großunternehmen – beim Thementag „New Work“ am Donnerstag, 17. September, geben Unternehmensvertreter und Berater spannende Impulse.

Viele Experten sind sich einig, dass das Personalmanagement in Unternehmen und Organisationen im Zuge von „arbeiten 4.0“ vor einem radikalen Wandel steht. Uneinigkeit herrscht allerdings darüber, welcher Weg in die Zukunft der richtige ist. Sollte die Personalabteilung, kurz HR (für Human Resources) zukünftig andere zu New Work befähigen – und sich dabei gar selbst abschaffen? Oder muss HR als Innovationsförderer neue Gestaltungsfelder erschließen?

Kill HR oder HR als Enabler von Innovationen?
Im Eröffnungsvortrag des Thementags „New Work“ auf der Messe Zukunft Personal stellt Prof. Dr. phil. Peter Kels, Professor für Organisation, Führung und Personal, Dozent und Projektleiter, Hochschule Luzern die These auf, dass Personaler weniger zu Gestaltern, sondern zu Enabler und Moderatoren betrieblicher Innovationsprozesse werden sollten.

HR solle nicht nur zur Zukunft der Arbeit befähigen, sondern diese vorleben, fordert hingegen Heiko Fischer, Chief TroublemakeRH der Firma Resourceful Humans. Sein Ansatz nach dem Motto „Kill HR!“ steht im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion mit Cortney Endecott, Geschäftsführer und Direktor HR von MRM McCann Worldwide, Alexander Göttling, VP HR Europa & Asien von FARO, dem Berater Guido Bosbach und Oliver Florschuetz, Lehrbeauftragter für Leadership an der Hochschule Worms.

HR Battle: Brauchen wir mehr Demokratie in Unternehmen?
Die Zukunft des Personalmanagements hängt eng mit neuen Formen der Führung zusammen: Die schöne neue Welt der Demokratisierung gilt im Zuge von New Work zunehmend als Erfolgsmodell für Unternehmen. Das bisherige „Vorgesetzten-Mitarbeiter-Schema“ soll ausgedient haben. Doch inwiefern ist eine „Führung ohne Führungskräfte“ machbar? Warum sollten der Betriebsrat oder hierarchisch denkende Führungskräfte diesen Trend gut finden und etwas an der bestehenden Firmenstruktur oder -kultur verändern – dadurch verlieren sie doch nur Macht, Status und Prestige? Mit guten Pro- und Contra-Argumenten „bewaffnet“ setzen sich Sven Franke, Mitinitiator Film „AUGENHÖHE“ und Prof. Dr. Axel Koch, Professor für Training & Coaching an der Hochschule für angewandtes Management, beim „HR-Battle“ mit diesen und weiteren Fragen auseinander. Dabei entscheidet am Ende das Publikum, welcher Standpunkt am besten überzeugen konnte.

Anders Arbeiten ? – Kunden begeistern: New Work in der Praxis
Wie die Deutsche Telekom mithilfe des Programms "Social Media Business" unter dem Claim "Anders Arbeiten – Kunden begeistern" neue Wege des Arbeitens beschreitet, skizziert Dr. Winfried Ebner in einem Praxisvortrag. Veränderung zum Normalzustand machen und mit mehr Spaß echte Werte schaffen, ist das Thema von Stefanie Cortinovis von whatever mobile, einem Unternehmen, das Prinzipien der agilen Softwareentwicklung auf die gesamte Organisation übertragen hat. Neue Arbeitsstrukturen erfordern auch neue Karrieremodelle. Doch hier erleben viele Personalmanager ein deutliches Dilemma: Mitarbeiter müssen ihre Employability zwar flexibel entwickeln, benötigen aber noch ein Mindestmaß an stabilen Arbeitsstrukturen. Mit dieser Zwickmühle beschäftigt sich Alexander Michalski, Abteilungsleiter Personalwesen – Personalbetreuung der IFA Rotorion – Holding.

Zudem wartet der Thementag „New Work“ mit reichlich Prominenz in den Reihen der Redner auf: spottster-Gründerin Freya Oehle, Prof. Dr. Joseph Kessels von der Universität Twente, Schauspieler und Reporter Jenke von Wilmsdorff und der Experte für Selbstmotivation Dr. med. Stefan Frädrich (Erfinder von „Günter, der innere Schweinehund“) sind mit von der Partie.

Über die Messe Zukunft Personal
Die Zukunft Personal in Köln ist Europas größte Messe für Personalmanagement. Das Themenspektrum reicht von Recruiting und Personaldienstleistungen über betriebliche Weiterbildung, Leadership und Arbeitsrecht bis hin zu Personal-Software und der Zukunft der Arbeitswelt. Die Leitmesse für das Human Resource Management bietet ein umfassendes Begleitprogramm aus Vorträgen, Diskussionen und interaktiven Formaten wie dem FutureLAB HR, dem HR Solution Check oder dem MeetingPoint. Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Führungskräfte verschaffen sich auf der Zukunft Personal einen Überblick über den Markt an Produkten und Dienstleistungen und tauschen sich mit Gleichgesinnten über die Trends in der Personalarbeit aus.

Nächster Termin: 15. bis 17. September 2015

Über spring Messe Management GmbH
spring Messe Management veranstaltet Fachmessen für Personalmanagement, Professional Learning, Corporate Health, job and career und den Public Sector. Langjährige Messe-Erfahrung, thematische Expertise und nachhaltige Kundenorientierung machen die spring-Veranstaltungen zu etablierten Branchenplattformen. Die Fachmessen aus dem Hause spring sind Seismographen für neue Produkte, Ideen und Managemententwicklungen. Das Tochterunternehmen der Deutschen Messe AG ist in fünf Ländern vertreten: Deutschland, Österreich, Russland, Türkei und Ungarn.

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