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(Foto: Foto Pfluegl / spring Messe Management)

Personal Austria 2015 - Fit for Work: Hauptsache Betriebliches Gesundheitsmanagement

09. September 2015 | 08:25 Autor: spring Messe Management Österreich, Deutschland, Wien

Wien (A) Welches Unternehmen verzichtet auf eine Investition, die sich drei- oder gar zehnfach auszahlt? Welche Firma kann sich einen hohen Krankenstand und ein schlechtes Image leisten? Betriebliches Gesundheitsmanagement ist kein „Goodie“, sondern ein Eckpfeiler für wirtschaftlichen Erfolg. Entsprechend prominent besetzt ist das Thema heuer auf der Personal Austria, der Messe für Österreichs Personalisten in Wien: Nicht nur AMS-Vorstand Dr. Johannes Kopf widmet ihm zum Messeauftakt am 4. November sein Podium, auch etliche weitere Programmpunkte erheben es zur Chefsache.

Auch Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer sieht Handlungsbedarf auf diesem Gebiet: Ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher leide heute unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz, heißt es in seinem Grußwort zum 14. Jahrestreff für Personalverantwortliche am 4. und 5. November 2015 in Wien. Ein Auslöser seien die rasanten Entwicklungen in der Arbeitswelt: „Arbeitsbedingter Stress führt zu körperlichen und seelischen Erkrankungen.“ Oft genügten schon kleine Maßnahmen, um die Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter zu erhöhen, so der Minister. Wo Unternehmen konkret ansetzen können, um Arbeitsplätze und Arbeitsumfeld gesünder zu gestalten, zeigt die Personal Austria mit der Themenreihe Corporate Health.

AMS Expert Talk: Mit Gesundheit in Führung gehen
Dr. Johannes Kopf macht den Anfang: Wer seinen Beschäftigten helfe, fit zu bleiben, spare bares Geld, wirbt der AMS-Vorstand im traditionsreichen AMS Expert Talk für betriebliche Gesundheitsförderung: Laut Studien rentiere sich jeder investierte Euro drei- bis zehnfach. Zum Messeauftakt diskutiert der AMS-Vorstand gemeinsam mit Dr.in Eva Höltl (Erste Group Bank AG) und Prof. Dr. Bertolt Meyer (TU Chemnitz), warum betriebliches Gesundheitsmanagement mehr bringt als es kostet und wie gesunde Mitarbeiter Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorsprung verhelfen.

Perspektiven und Lösungen in der Gesundheitsförderung
Doch wie können Unternehmen Bewegungsanreize, gesunde Ernährung, Stress-Management oder Burnout-Prävention im Arbeitsalltag verankern? Welche innovativen Maßnahmen funktionieren heute, welche greifen in Zukunft? Um diese Fragen dreht sich eine Podiumsdiskussion, zu der Aussteller Sodexo Motivation Solutions Austria einlädt. Antworten und Impulse dazu geben Dr. Martin Gleitsmann (Wirtschaftskammer Österreich), Mag. Iris Brachmaier (Mondi AG), Mag. Beate Danczul (consentiv employee assistance services) und Wolfgang Pischinger (Oberbank AG).

Fit2work: Erfahrungen aus Unternehmen
In jedem Unternehmen gibt es Mitarbeiter mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Oft handelt es sich um ambitionierte Menschen, die gerne arbeiten. Wie können Unternehmen diese Arbeitskräfte produktiv integrieren? Fit2work, das Beratungs- und Unterstützungsprogramm bei gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz, kommt bereits in mehr als 300 Unternehmen zum Einsatz. In einer Podiumsdiskussion mit Mag.a Renate Czeskleba, Projektleiterin der fit2work-Betriebsberatung in Österreich, berichten Nutzer aus größeren und kleineren Unternehmen von ihren Erfahrungen.

Human Quality Management – Humanisierung der Arbeitswelt
Seit 25 Jahren entwickelt und vielfach praxiserprobt ist das Human Quality Management (HQM). Der strategische Ansatz zur humanökologischen Unternehmensführung betrachtet Mitarbeiter als Quelle der Wertschöpfung und berücksichtigt die sozialen, personalen, psychischen und biologischen Bedürfnisse der Menschen. Wie humanökologische Unternehmensführung die wirtschaftliche Produktivität auf gesundheitsfördernde Weise optimiert, erklärt Prof. Dr. Rudolf Karazman, Eigentümer der IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Praktikable Lösungen – auch für kleine Budgets
Mit Praxisbeispielen inspirieren möchten Karolina Godina und Mag. Ursula Mitteregger von G.K-Sportsplacement das Publikum. Die Referentinnen erklären, wie Firmen auch mit wenig Budget Mitarbeiter leistungsfähiger machen und den Zusammenhalt in der Belegschaft stärken können. Die kleinen, aber wirksamen Lösungen reichen vom „10-min Workout am Schreibtisch“ über den wöchentlichen Fitnesskurs im Seminarraum bis zum „Active- Meeting“. Vier Erfolgsfaktoren für ein gelungenes betriebliches Gesundheitsprogramm benennt Dr. Martin Zelger von gettheworldmoving: Gefragt seien eine einfache Nutzung und dauerhafte Erreichbarkeit, Spaß und Interaktion, Erfolgserlebnisse sowie Eigenverantwortung. Das Spezialgebiet von Dr.med. Christian Matthai, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe sind Hormone und Ernährung. In seinem Vortrag für den Bundesverband Initiative 50Plus e.V. führt der Mediziner aus, wie diese Botenstoffe über den Lebensstil positiv beeinflusst werden können.

Gesunde Führung: Zwischen Selbstfürsorge und Fürsorgepflicht
Auch beim VMMT Expertenpool und auf der Aktionsfläche Training ist Gesundheitsförderung ein Thema: Mag. Brigitte Zadrobilek, Geschäftsführerin von stresscoach.at, klärt über die Rolle und Verantwortung der Führungskraft auf: Gesunde Führungsarbeit basiere weniger auf ausgefeilten Methoden, moderner Technik und trickreichen Tools, sondern auf der richtigen inneren Einstellung sowie konsequentem Vorleben. Die Referentin leistet darüber hinaus einen Beitrag zum Thema Arbeitsplatzevaluierung: Anhand des orientierenden Verfahrens ABS-Gruppe zeigt sie auf, wie einfach und strukturiert der Evaluierungsprozess für KMU sein kann.

Gesundheitsfördernde Unternehmenskultur als zentrale Aufgabe
Lydia Romanos-Hofer von der DIALOGOS Unternehmensberatung sieht in der Gewährleistung einer gesundheitsfördernden Unternehmenskultur die zentrale Management- und Führungsaufgabe der kommenden Jahre. Auf der Aktionsfläche veranschaulicht sie die erfolgskritischen Parameter, die es dabei zu berücksichtigen gilt. Weitere Informationen zu den Ausstellern und dem umfassenden Programmangebot der Personal Austria 2015 sind im Internet zu finden.

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