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Ein Blick in das Freigelände der bauma.

Neuentwicklungen in allen Sparten auf der bauma 2016 in München

14. März 2016 | 15:30 Autor: Messe München Österreich, Deutschland

München (D) Himmelstürmende Krane und gigantische Maschinen prägen die Silhouette der bauma. Doch im Schatten der XXL-Hebezeuge und tonnenschweren Bergbaumaschinen präsentiert die Weltleitmesse viele wesentlich kleinere, aber oft hoch innovative Produkte und Lösungen. Im Folgenden einige Neuheiten aus den Bereichen Baustoffmaschinen, Baufahrzeuge, Baugeräte sowie Komponenten, die vom 11. bis 17. April 2016 auf dem Münchner Messegelände zu sehen sein werden.

Viele Profis am Bau stehen vor der Herausforderung, den Überblick über ihre Betriebsmittel zu behalten: Wer befindet sich mit welchen Werkzeugen auf welcher Baustelle? Bei welchen Geräten steht eine Wartung oder Sicherheitsprüfung an? Welche Verbrauchsmaterialien müssen nachbestellt werden? Für schnelle und einfache Antworten auf diese und ähnliche Fragen präsentiert der Werkzeughersteller Hilti auf der bauma die EDV-Lösung ON!Track. Mittels RFID- und Barcode-Scanner können Betriebsmittel herstellerunabhängig erfasst und eindeutig identifiziert werden. Nach Firmenangaben stellt die Cloud-basierte Software die zentrale und synchrone Speicherung der Daten sicher. Sie können jederzeit per PC oder Smartphone abgerufen werden. Hilti ON!Track ist seit Anfang 2015 bei ausgewählten Kunden im Einsatz und seit Januar dieses Jahres deutschlandweit verfügbar.

Auch der Fahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN setzt auf weitere Digitalisierung. Auf der bauma stellt er erstmals seine neu App DriverConnect vor, die Fahrer und Disponent noch besser verbinden soll. Beide können mittels Textnachrichten einfach und schnell miteinander kommunizieren. Per Knopfdruck versendet der Fahrer frei definierbare Schnelltext-Meldungen und hält so die Disposition über das Erreichen einer Zieladresse, Pausen, Staus oder Pannen auf dem Laufenden. Im Pannenfall übermittelt die App alle relevanten Informationen, damit der havarierte Lastwagen vom Serviceteam schnell angesteuert werden kann. Der Fahrer seinerseits erhält Informationen zu Aufträgen und Adressen, die er in das im Fahrzeug integrierte MAN-Navigationssystem einfließen lassen kann. So werden Übermittlungs- oder Schreibfehler vermieden. Parallel dazu behalten der Fuhrparkmanager und der Disponent den Überblick über die Touren und die Aufträge.

Nach diesem kurzen Ausflug in die digitale Welt wird es beim neuen Anhängertieflader-Plateau AT-P 400 von Zandt Cargo wieder richtig „analog“. Das Unternehmen realisierte hier ein im Grunde einfaches, aber in der Praxis sehr flexibles Konzept zum Transport von auch überhohen Baumaschinen. Der Anhänger ist ausgestattet mit verschiebbaren Abdeckelementen. Sind diese ausgezogen, besteht ein Plateau, das sich für vielfältige Ladungsaufgaben eignet. Um Radmulden zu schaffen, werden die Abdeckelemente mit einem Teleskopsystem im Rahmen des Anhängers verstaut. In die entstehenden Radmulden kann aufgrund der flachen Ein- und Ausfahrwinkel mit allen üblichen Baumaschinen wie Radladern und Radbagger oder auch Großtraktoren gefahren werden.

Mit dem EcoRunner präsentiert die Woma GmbH den Fachbesuchern der Münchener Messe ein neues Komplettsystem für den Transport und Betrieb von Hoch- und Höchstdruckmodulen. Das Besondere dabei: Die Hochdrucktechnik bis 3.000 bar ist in einem Mercedes Sprinter mit 3,5 Tonnen-Zulassung installiert und deshalb mit einem Führerschein der Klasse B transportierbar. Die Wendigkeit und das geringe Gewicht ermöglichen den Einsatz der Hochdruck-Technik an sonst nur schwer zugänglichen Orten, wie unter Brücken oder im Trockendock. Die Pumpe wird über ein Leistungsverzweigungsgetriebe direkt vom Fahrzeugmotor angetrieben. Der Verzicht auf einen eigenen Pumpenmotor spart nach Angaben von Woma Platz, Gewicht und Kosten. Die Pumpe kann bei Bedarf innerhalb kurzer Zeit ausgetauscht werden, es stehen drei verschiedene Pumpenmodule zur Verfügung. Sie decken Drücke von 170 bis 3.000 bar und Wasserfördermengen von 16 bis 235 l/min ab.

Putzmeister stellt auf der bauma die nächste Generation seiner Fahrmischerbetonpumpen aus. Zu den wichtigsten Weiterentwicklungen bei der Pumi 25-4 und der 28-4 New Generation gehört die stufenlose Abstützung. Sie erlaubt das flexible und sichere Aufstellen der Maschine auch auf vergleichsweise kleiner Fläche. Das Sicherheitssystem Ergonic Setup Control kontrolliert die Abstützung und reduziert Fehlbedienungen.

Um das Handling bei der Verladung von Großrohren mit einem Durchmesser von DN 1200 bis DN 2200 zu erleichtern, bietet Thyssenkrupp Infrastructure ein neues Verlegegerät an. Das Baggeranbaugerät ermittelt durch einen eingebauten Sensor beim Abladen den Schwerpunkt der Rohre und erleichtert somit das Verlegen in die Baugrube. Zudem ermöglicht eine Rotationsvorrichtung die genaue Ausrichtung der Rohre. Und schließlich hilft ein integrierter Ziehmechanismus beim Zusammenfügen von Rohrsegmenten. Für diesen Schritt waren nach Angaben des auf Tief-, Hafen- und Spezialtiefbau fokussierten Unternehmens bisher zwei Geräte nötig.

Den Kraftstoffverbrauch reduzieren und die Produktivität steigern - das sind aktuelle Forderungen an Arbeitsmaschinen. Der Antriebs- und Fahrwerktechnikspezialist ZF antwortet darauf mit einem neuen CVT (Continuously Variable Transmission)-Getriebe. Das stufenlose cPOWER sorgt für vergleichsweise niedrige Motordrehzahlen und Motorberuhigung durch ein Konstantdrehzahlkonzept. Nach Angaben von ZF können mit dem hydrostatisch-leistungsverzweigten Getriebe in Off-Highway-Anwendungen deutliche Verbrauchsvorteile im Vergleich zu hydrodynamischen Getrieben und rein hydrostatischen Konzepten erzielt werden. Im typischen Arbeitszyklus einer Arbeitsmaschine, beim Befüllen der Schaufel, bei der Transportfahrt oder beim Beladen werde demnach der Anteil der Leistung im hydrostatischen Pfad immer niedrig gehalten wodurch ein hoher Wirkungsgrad erreicht werde. Bereits vom Anfahrvorgang an fließt der Großteil der Antriebsleistung über den mechanischen Teil des Getriebes, wodurch laut ZF auch bei sehr kurzen Ladespielen schon substantiell weniger Kraftstoff verbraucht wird.

Mit der neu entwickelten Getriebebaureihe GFW 5000 bringt das auf Antriebs- und Steuerungslösungen spezialisierte Industrieunternehmen Bosch Rexroth eine nach eigenen Angaben besonders kompakte Antriebslösung für Kranwinden auf den Markt. Als Baukastensystem umfasst sie genau auf Windenanwendungen abgestimmte Untersetzungsstufen und dazu passende Verstell- und Konstantmotoren. Die neu entwickelten Neunkolbentriebwerke verbessern laut Bosch Rexroth die Rundlaufeigenschaften und damit das feinfühlige Positionieren von Kranlasten bei niedrigen Seilgeschwindigkeiten. Die ebenso möglichen hohen Seilgeschwindigkeiten auch bei schweren Lasten steigern die Produktivität im Alltag. Die neue Baureihe eignet sich nach Herstellerangaben für den Einsatz in Mobil- und Raupenkranen sowie bei Eisenbahn-, Schiffs-, Hafen- und Containerkranen.

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